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PRAXIS
Dominik Gehringer
Mit Laudato si’ eine Gemeinde in Bewegung setzen
Zu Umweltschützerinnen und -schützern zu werden, wird uns von Papst Franziskus ins Stammbuch geschrieben. Im Folgenden werden Ideen vorgestellt, religiös-ökologisches Lernen und Handeln in den Alltagsbetrieb einer Pfarrei zu integrieren.
© Thomas Plaßmann

Wenn man die Enzyklika Laudato si’ liest und ernst nimmt, was Papst Franziskus uns da ans Herz legt, dann kann ich als Katholik oder Katholikin nicht mehr so weitermachen wie bisher. Ich müsste ein »Öko« werden und meinen Lebensstil radikal infrage stellen. Denn Franziskus schreibt: »Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein Aspekt der christlichen Erfahrung« (LS 217). Umweltschützerin bzw. Umweltschützer zu werden wird uns somit ins Stammbuch geschrieben. Es rückt etwas Neues ins Zentrum, was davor ein eher milde belächelter Spleen einer Randgruppe unserer Kirche war. Diese Gruppe kennen wir als quengelnd, wenn es am Pfarrfest mal wieder keinen fair gehandelten Kaffee gab.

In Laudato si’ werden die Dinge schonungslos genannt und gleichzeitig macht uns Franziskus Mut, die ökologische Wende anzugehen. Ein »100 %-Öko« zu werden, ist mitunter äußerst mühselig, steckt voller Überforderungen und endet vermutlich in schlechter Laune. Das Schöne am Christsein ist jedoch: Schlechte Laune steht uns nicht. Gleichzeitig darf die christliche Existenz auch ein wenig wehtun (vgl. Röm 12). Hinzu kommt: Wir sind erlöst und trotzdem verstrickt in unheilvolle Zusammenhänge. Alles sehr paradox. Für uns Christinnen und Christen ist das Paradoxe allerdings eine Lebensgrundlage. Somit sind wir im Grunde die prädestinierte Gruppe, den Lernprozess des Öko-Werdens anzugehen. Wenn wir diesen Lernprozess eschatologisch betrachten und ihm mit der Haltung des »schon, aber noch nicht (ganz)« begegnen, schwindet die Überforderung. Nur wo sollen wir damit anfangen?

Es braucht die Herde

Die Kirchengemeinde ist eine wunderbare Spielwiese für Experimente, die die Gesellschaft prägen oder gar ändern könnten. Die Idee vom Reich Gottes, die die Verhältnisse auf den Kopf stellt und alte Plausibilitäten fundamental anfragt, wurde radikal in den Urgemeinden umgesetzt – freilich harmonisiert und idealisiert in der Apostelgeschichte beschrieben (vgl. Apg 2,43ff.; 4,32ff.). Was Papst Franziskus schreibt, erinnert an diese urchristliche Tradition: »Die christliche Spiritualität regt zu einem Wachstum mit Mäßigkeit an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet, ohne uns an das zu hängen, was wir haben, noch uns über das zu grämen, was wir nicht haben.

[...]


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