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REFLEXION
Helena Stockinger
Umgang mit religiöser Differenz bei Festen
Wie gehen Schulen und Kindergärten angesichts religiöser Differenz mit Festen um? Wer wird berücksichtigt, wer übersehen? Der Umgang mit Festen ist Ausdruck der Kultur der Bildungseinrichtung
© KNA-Bild
»Wir feiern immer alle christlichen Feste und alle Kinder – auch die nicht christlichen – feiern mit, das ist gar kein Problem.« So lautet die Antwort einer Pädagogin auf die Frage, wie in ihrem Kindergarten mit religiöser Differenz umgegangen wird. Die Thematisierung des Umgangs mit Festen vor dem Hintergrund, wie sich Kinder unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in der Schule oder im Kindergarten zugehörig und anerkannt fühlen, löst teilweise Unverständnis aus. Religiöse Vielfalt werde nicht thematisiert, so sei sie auch keine Herausforderung.

Allerdings kann es durch dieses Verschweigen von religiöser Differenz zu struktureller Benachteiligung von Kindern kommen, die nicht der jeweiligen Mehrheit in der Bildungseinrichtung zugehören, wie sich beispielsweise in meiner Studie zum Umgang mit religiöser Differenz in Kindergärten in katholischer und islamischer Trägerschaft zeigt (Stockinger). Die Religion der Trägerschaft dominiert das religiöse Angebot im jeweiligen Kindergartenalltag, wohingegen andere Religionen und Weltanschauungen im Kindergarten kaum berücksichtigt werden. Die Kinder, die nicht der Religion der Mehrheit zugehören, können die eigene Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung im Kindergarten somit hauptsächlich als Defizit erleben. Es zeigen sich Tendenzen, dass diese Kinder religiöse Differenz nicht thematisieren und sich in ihrem Verhalten den Kindern der Mehrheit anpassen.

Strukturelle Benachteiligung der Kinder, die nicht der Mehrheit angehören, kann reduziert werden, wenn ein Bewusstsein für Differenz gegeben ist. Pluralität ist ein Faktum, das auftritt, sobald Menschen aufeinandertreffen und sie »zwingt dazu, sich mit ihr zu beschäftigen« (Ziebertz 53). In einer Situation, in der Pluralität gegeben ist, tritt Differenz auf, und nur wer diese wahrnimmt, respektiert Pluralität. »Pluralität ist in ihrem Kern Differenz« (Nipkow 176). Differenz kann auch zum Schweigen gebracht oder verdrängt werden. Wird Differenz nicht berücksichtigt, werden diejenigen übersehen, die sich von der Mehrheit unterscheiden. Deswegen gilt es, Differenz immer wieder neu zu entdecken (Prengel 183).

Religiöse Differenz ist eine Dimension, die mit anderen Dimensionen in vielfältigen Verflechtungen und Abhängigkeiten steht. Der Fokus des vorliegenden Artikels liegt auf religiöser Differenz, im Bewusstsein, dass diese mit anderen Dimensionen der Differenz verwoben ist.
[...]


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