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BLICKPUNKT
Patrik C. Höring
Alles für die Katz’? – Über die Wirkungen von Firmkatechese
Nicht selten begegnen einem nach mitunter gelungen wirkender Firmvorbereitung und ansprechender Firmfeier Zweifel – bei einem selbst, unter Katechet*innen, Gemeindemitgliedern und pastoralen Mitarbeiter*innen: Was ist eigentlich bei der ganzen Sache herausgekommen?
Von der Hoffnung, mittels der Firmung junge Menschen noch einmal so für die Kirche zu begeistern, dass sie nun die leeren Bankreihen im Sonntagsgottesdienst füllen oder die verstorbenen Mitglieder im Kirchenchor ersetzen, haben sich die meisten längst verabschiedet. Dennoch: Was bleibt für die Jugendlichen, was bleibt für die Gemeinde übrig von der Firmkatechese?

Eine Befragung im Erzbistum Köln hat darauf erste Antworten gefunden. Fast 500 Personen gaben Antworten zu Fragen wie: Warum habt ihr euch angemeldet? Welche Erwartungen habt ihr an die Katechese? Was ist für euch überhaupt die Firmung? Durch eine Befragung zu zwei Zeitpunkten, einmal zu Beginn und einmal am Ende der Katechese, ließen sich die Antworten vergleichen und mögliche Veränderungen hinsichtlich der Einstellungen zu Gott, Glaube und Kirche feststellen.

1. Vor der Firmung
Motivation und Erwartungen
Das Ergebnis mag überraschen: Es sind in vielen Fällen nicht die zu erwartenden Geschenke und auch nicht der Wunsch der Eltern oder gar Großeltern, der zur Anmeldung bewegt. Es sind auch weniger die Freunde, die zur Teilnahme motivieren. Allerdings spielen bei jenen, die »eigentlich nie« am Gottesdienst teilnehmen, die Freunde und die Geschenke, aber auch der elterliche Wille eine deutlich größere Rolle. Der Migrationshintergrund hat darauf keinen Einfluss.

Was motiviert, ist die Aussicht, mit der Firmung (obwohl nicht notwendig) kirchlich heiraten zu können. Ein Motivator ist auch die spätere Übernahme des Patenamtes. Oftmals erscheint die Teilnahme aber auch irgendwie folgerichtig, weil man getauft ist und die Firmung eine »gute Tradition« der Kirche zu sein scheint. Je nach örtlicher Praxis ist es der gute Ruf, dass Firmvorbereitung »Spaß mache«. Nicht zu unterschätzen ist auch die persönliche Ansprache (z. B. durch ein persönliches Anschreiben).

Einmal dabei, haben die jungen Leute durchaus Erwartungen: Neben dem Wunsch nach »guter Gemeinschaft« wollen sie »mehr über Gott erfahren«, »ins Nachdenken« kommen und sogar »die Gemeinde besser kennenlernen «(!). Dies deckt sich mit den Absichten der katechetisch Tätigen.

Zum Verständnis der Firmung
Auf eine offene Frage hin wurde am häufigsten mit der Firmung ein (erneuter) Lernprozess im Glauben assoziiert (»mehr über den Glauben erfahren«, »Gott näherkommen«), oft verbunden mit der Zugehörigkeit zur Kirche (»Bestätigung des Glaubens durch die Kirche«). Ebenso häufig kamen Aspekte wie »Entscheidung« oder »Erwachsenwerden«. Für viele ist die Firmung auch die Fortsetzung des Erstkommunionunterrichts. Auf vorgelegte Antworten kam zurückhaltende Zustimmung: Die Befragten ahnen, dass Firmung mit der eigenen Taufe zu tun hat und die Firmung eine Art Segen ist. Aspekte wie eine stärkere Mitverantwortung in Kirche oder das Bezeugen des Glaubens werden kaum bejaht.

Einstellungen zu Kirche und Glaube

Ähnlich wie etwa in den Shell-Jugendstudien (vgl. Shell) haben die befragten Firmkandidat* innen eine positive Einstellung gegenüber Kirche. Aber es sehen auch 63 % die Notwendigkeit, dass sich Kirche verändern muss (Shell 2019: 73 %; die Katechet*innen stimmen der Aussage sogar zu 93 % zu!). 45 % der Jugendlichen sind der Ansicht, dass die »Kirche keine Antworten auf Fragen hat, die sie wirklich bewegen « (Shell 2019: 59 %; Katechet*innen: 50 %).

Unterschiede bestehen zwischen Jugendlichen mit hoher und eher niedrigerer Gottesdienstfrequenz: Erstere empfinden eine stärkere Zugehörigkeit zur Kirche, finden Gottesdienst weniger langweilig, schätzen die lokale Gemeinde. Und: Sie trauen der Kirche deutlich stärker taugliche Antworten auf ihre Lebensfragen zu. Dass auch die Katechet*innen eine größere Nähe zur Gemeinde und ihren Mitarbeitenden erkennen lassen, überrascht nicht. [...]


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