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| Die Schriftleitung: Dr. Eva Stögbauer-Elsner, Prof. Dr. Helena Stockinger, Prof. Dr. Johannes Heger |
Liebe Leser*innen,
sie hat keine physische Erscheinung, doch erscheint sie derzeit überall: Künstliche Intelligenz. Sie hilft beim Formulieren, Korrigieren und Modifizieren von Texten, lässt auf Knopfdruck Bilder (vgl. Bilderserie des Heftes; Holm) entstehen, fungiert als Gesprächspartnerin (Schlag) und unterstützt Arbeits- und Produktionsprozesse in allen Bereichen der Gesellschaft. Im Bildungssektor hilft sie u. a. (Religions-) Lehrkräften bei der Unterrichtsplanung oder in Form von Social Bots als Unterrichtsassistenz (Edelmann/Fabricius/Kutz) und wird auch von Schüler:innen genutzt – nicht zuletzt für das Anfertigen von Hausaufgaben.
Wo Potenziale, aber auch Gefahren der Technologie auszumachen sind, wird angesichts dieser Selbstverständlichkeiten gesellschaftlich und wissenschaftlich differenziert, teils kritisch (Oberthür) diskutiert. Das vorliegende, von Viera Pirker und Johannes Heger organisierte Heft reiht sich in diesen Vergewisserungsstrom ein und gewährt facettenreiche Perspektiven auf KI und ihre Nutzung – v. a. im Hinblick auf (religiöse) Bildung.
Zu lesen ist dabei u. a. von disruptiven Kräften der Technologie (Heger/Pirker), die nicht nur Anwendungskompetenzen, sondern Bildung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz notwendig machen (Dengel). In Bezug auf menschliche Freiheit und Autonomie (Gladbach/ Grössl) sowie auf das Verständnis von (All-)Macht (Mayrhofer) wird erhellt, welche Potenziale aus einer dezidiert theologischen Auseinandersetzung mit KI erwachsen. Und nicht zuletzt zeigen kluge Systematisierungen, wie Religionspädagogik (Platow) und Religionsdidaktik (Leven) KI generell reflektieren und bearbeiten können und was dies für die (schulische) Praxis bedeutet.
Weitere Beiträge zeigen in unterrichtspraktischer Absicht exemplarisch, wie KI biblisches Lernen (Chrostowski) und das Theologisieren über die letzten Fragen (Brustkern) bereichern kann oder selbst zum Thema wird – bspw. hinsichtlich militärischer Nutzung (Ambiel).
Die Ausführungen über KI-Influencer:innen (Pirner) bilden die Brücke zum Thema des zweiten Heftteils: Im Denkraum lässt sich erkunden, wie sich Top-Influencer:innen – u. a. in Bezug auf Religion – darstellen (Brodthage) und inwiefern es die digitalitätsethische Souveränität stärkt, im Religionsunterricht die Phänomene des Christ- und Influencings zu bearbeiten (Langenhorst/Lindner).
Der sich über den gesamten Jahrgang 2026 erstreckende, von Anne Hilpert gestaltete Akzent sorgt für einen analogen Kontrapunkt, indem er dazu einlädt, über das Zu- und Miteinander von Religion und Tanz bzw. Körper und Geist nachzudenken.
Wir wünschen viel Freude und Gewinn bei der Lektüre des facettenreichen Heftes sowie ein gesundes, glückliches und gesegnetes neues Jahr!
Dr. Eva Stögbauer-Elsner, Prof. Dr. Helena Stockinger und Prof. Dr. Johannes Heger
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