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BLICKPUNKT
Aaron Langenfeld
FILM
»Dank Sonmi!« Dogmatische Christologie durch Filme neu aneignen
Christusgestalten in Filmen zu entdecken ist eine Sache – die theologische Christologie durch Filme neu bestimmen zu lassen, eine andere.
© iStock.com/metamorworks
Was passiert, wenn man nicht einfach nur versucht, ›Jesus-Typen‹ in einem Film zu finden, sondern sich von den erzählten Geschichten im theologischen Denken beeinflussen und weiterführen zu lassen? Was passiert, wenn man sich eine fremde Erzählung methodisch ›anzieht‹, um neue Erfahrungen mit bekanntem Stoff zu machen? Können Filme zum ›Ernstfall von Erkenntnis‹, ja von theologischer Erkenntnis werden? In diesem Artikel will ich für diese Möglichkeit argumentieren und sie exemplarisch verdeutlichen. Nun ergibt es ohnehin wenig Sinn, solche Fragen im luftleeren Raum beantworten zu wollen. Es braucht eine Fallstudie, ein konkretes Exempel, von dem aus man versuchen kann, die Ausgangsfrage produktiv zu beantworten: Kann die dogmatische Christologie von Filmen lernen?

Beispiel: Cloud Atlas (spoiler alert!)

Der Roman Cloud Atlas von David Mitchell wurde 2012 von den durch die Matrix-Reihe bekannten Schwestern Lana und Lilly Wachowski und dem deutschen Regisseur und Drehbuchautor Tom Tykwer (Das Parfum) verfilmt. Es handelt sich um einen hochkom-plexen Episodenfilm, der zudem einige wenige Schauspieler und Schauspielerinnen in immer neuen Rollen auftreten lässt. Es wäre daher schlicht absurd, hier zu versuchen, alle theologisch interessanten Themen einzubringen. Daher fokussiere ich mich auf eine einzelne Erzählung und muss auch hier noch einige interessante Aspekte ausklammern.

Wir schreiben das Jahr 2144 und befinden uns im koreanischen Neo-Seoul. Es geht um Sonmi ~451, eine Duplikantin, d. h. eine menschengleiche künstliche Intelligenz, die zum Dienst in einem Restaurant programmiert ist. So wie die anderen Duplikantinnen schuftet sie den ganzen Tag, lässt sexuelle Erniedrigungen über sich ergehen und erwartet nur den Tag, an dem sie, wie schon einige ihrer Schwestern vor ihr, in das sog. Elysium eingehen darf – eine unbekannte zukünftige Welt, die – so die Hoffnung der Duplikantinnen – die Belanglosigkeit der Gegenwart kompensieren wird. Dann aber kommt alles anders: Zunächst widerwillig wird Sonmi Komplizin einer zur Freiheit erwachten Duplikantin und lernt durch einen Film (!) ihr neues Lebensmotto: »Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen!« Schließlich wird sie von Hae-Joo Chang fortgebracht, einem menschlichen Untergrundkämpfer für die Befreiung der Duplikanten. Von nun an lernt Sonmi. Zunächst erlernt sie ganz einfach Sachkenntnis, dann aber Ideen, selbstbestimmtes Handeln und am Ende Liebe – zuerst für ihren Befreier, immer mehr aber auch für alle anderen Wesen um sie herum. Den Höhepunkt dieses Prozesses bildet ein Erleuchtungsmoment: Sonmi lernt, dass das Elysium nur eine von Konsumenten und Aufsehern entwickelte Illusion ist, um die Duplikanten ruhigzustellen und auf eine glückliche unbekannte Zukunft hin zu vertrösten. Faktisch werden die Bediensklaven allerdings getötet und zu Nahrung für ihresgleichen verarbeitet. [...]


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