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REFLEXION
Rudolf Englert
Wie kann Religionsunterricht heute gut sein?
Die Bedingungen, denen der Religionsunterricht unterliegt, haben sich drastisch gewandelt. Soll dennoch am Ideal eines konfessionell-korrelativen Religionsunterrichts festgehalten werden? Oder hindert dieses Ideal daran, die auch heute gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen?
© VG Bild-Kunst Bonn 2019
Die Deutsche Bank hat sich jahrzehntelang als Flaggschiff der Deutschland-AG gefeiert. Ihre Vorstandsvorsitzenden waren Berater des Kanzlers oder der Kanzlerin, sie vermittelten den Eindruck: Wir drehen an den ganz großen Rädern, wir produzieren sagenhafte Gewinne und dass es euch da draußen im Lande so gut geht, habt ihr nicht zuletzt uns zu verdanken. Heute ist die Deutsche Bank ein Synonym für Dauerkrise, Betrügerei, Misswirtschaft und Innovationsstau. Ihr Aktienkurs ist auf ein Zehntel seines ehemaligen Wertes geschrumpft. Ihre Zukunft ist ungewiss. Und man wischt sich die Augen und fragt: Wie konnte das sein? Wie konnte man so lange nicht merken, wie viele Leichen hier im Keller liegen? Wie konnte es dazu kommen, dass man sich selbst so überschätzt hat?

Was zählt, ist auf’m Platz

Die meisten Leserinnen und Leser dieser Zeitschrift könnten vermutlich aus dem Stand fünf starke Motive nennen, warum es Religionsunterricht an öffentlichen Schulen auch in Zukunft unbedingt geben muss. Was sie allerdings auch wissen, ist, dass das Potenzial dieses Faches oft nicht so zum Tragen kommt, wie das zu wünschen wäre. Aber wie schon die alte BVB-Ikone Adi Preißler sagte: »Was zählt, ist auf’m Platz.« Entscheidend ist, was sich von den bildungstheoretischen Idealen, programmatischen Erklärungen und religionsdidaktischen Konzepten auf der religionsunterrichtlichen Alltagsbühne tatsächlich ausspielen lässt. Das Schicksal der Deutschen Bank kann eine Warnung sein. Selbstbewusstsein und Stolz auf das Erreichte sind gut; aber soll man auf den Religionsunterricht auch zukünftig stolz sein können, muss man sich, wie es heute heißt, »ehrlich machen« und fragen: Wie sieht’s auf dem Platz aus?

Gehen wir einmal davon aus, dass über den Anspruch des Religionsunterrichts, mindestens intern, das Wesentliche gesagt ist: Religionsunterricht soll den Sinn für die religiöse Dimension der Wirklichkeit erschließen; er soll die religiöse Orientierungsfähigkeit stärken; er soll zu einem reflektierten Umgang mit religiöser Pluralität beitragen; und er soll bei alledem subjektorientiert, lebensrelevant und korrelativ sein. Das ist gewiss ein beeindruckendes Programm! Die Frage ist eben, inwieweit es tatsächlich gelingt, diesen Anspruch umzusetzen bzw. ihn, wo es nötig ist, den veränderten Bedingungen anzupassen. Veränderte Bedingungen, das heißt etwa:

1. Die gesellschaftliche Akzeptanz des Religionsunterrichts hängt mittlerweile vor allem an seinen lebenskundlich-ethischen und religionskundlich-interreligiösen Funktionen. Dies steht zum programmatischen Anspruch des konfessionellen Religionsunterrichts in erheblicher Spannung. [...]


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