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AUFTAKT
Willibert Pauels
Gott sei Dank – mit dem Advent fängt auch der Karneval an
Advent – eine komische Zeit im Kirchenjahr. Rummel einerseits, Stille andererseits. Eine Zeit mit süßen Schlemmereien und liturgisch eine Fastenzeit. Und dann soll der Advent auch noch mit dem Karneval zu tun haben ...?
© Jon Tyson on Unsplash
»Eure Heiligkeit«, so hob der Sprecher der Delegation an, »wir wissen, dass Ihr ein weiser und kluger Lenker Eurer Kirche seid. So höret denn unseren Vorschlag an: Wäre es nicht besser, statt einmal im Jahr 40 Tage zu fasten, vier Mal im Jahr für nur 10 Tage?« Der Papst schmunzelte und schaute dem Anführer der Delegation römischer Bürger in die Augen. »Ihr wisset doch, dass die heilige Fastenzeit aus Respekt vor dem 40-tägigen Fasten unseres Herrn Jesus Christus begangen wird. Und«, so fuhr der Heilige Vater fort, wobei er ein erneutes Schmunzeln nicht unterdrücken konnte, »ich kenne euch. Ihr wollt in Wahrheit nicht viermal im Jahr fasten, sondern viermal im Jahr Karneval feiern.«

Diese Szene aus der Epoche der Renaissance ist nicht erfunden, sondern fand tatsächlich statt. Sie fußt auf der Tatsache, dass das Hochfest der Sinne, nämlich der Karneval, untrennbar mit dem liturgischen Kalender der katholischen Kirche verbunden ist. Am Vorabend der Fastenzeit, bevor die strenge Zeit der Enthaltsamkeit anbrach, durfte ausgelassen geschlemmt, gefeiert, gesoffen und geküsst werden. Im Begriff »Fast-Nacht« oder auf kölsch: »Faste(l)ovend« (Fastenabend) wird dies deutlich. Dies heißt übrigens, dass ursprünglich das Karnevalsfest nur am Dienstag vor Aschermittwoch erlaubt war. Der oben erwähnte Papst, dessen Namen ich leider nicht herausfinden konnte, hat allerdings tatsächlich höchstoffiziell die Dauer der »tollen Tage« erweitert. Rückwärtig: Montag, Sonntag, Samstag – Freitag nicht, weil da der Todestag des Herrn ist, – aber davor Donnerstag. Das ist der Grund, warum bis heute in allen Hochburgen der Straßenkarneval Donnerstag vor Aschermittwoch beginnt. Aus Dankbarkeit haben die Römer selbigen Papst »Papa Carnevale« genannt.

Die kleine Fastenzeit und der Karneval

Und was hat das mit dem Advent zu tun? Nun, sehr viel. Im fränkischen Teil der Kirche gab es noch eine zweite Fastenzeit – die sogenannte kleine Fastenzeit – vor Weihnachten, eben die Adventszeit. Und diese begann am 12.11. Deshalb beginnt die glückselige Karnevalssession heute noch am Vorabend. Am 11.11. Ist es Zufall, dass dieses Datum zweimal die Narrenzahl »11« beinhaltet? Sei’s drum. Nicht nur im alten fränkischen Teil der Kirche, sondern überall, wo Fastnacht, Fasching, Fastelovend, Karneval gefeiert wird, beginnt eigentlich am nächsten Tag der Advent. Aus oben genanntem Grund decken sich deshalb die Hochburgen des Karnevals mit den, zumindest früher, Hochburgen des Katholischen: Köln, Aachen, Mainz, Brühl, Brasilien. Sogar in der dritten Welt wird Karneval gefeiert: Düsseldorf! Da soll es Karneval geben. Hochinteressant. [...]


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