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REFLEXION
Christina Schachtner
Subjekt werden in einer digitalisierten Welt
Die digitalen Medien sind als neue Bühnen und Instrumente der Subjektwerdung von besonderer Faszination. Mit welchen Praktiken erschließen sich Jugendliche die digitalen Angebote, wonach suchen sie in den digitalen Welten und welche Risiken können entstehen?
Charlie Stein, Portrait (Mit spanischer Maske), Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm
Foto: © VG Bild-Kunst 2018
Subjektwerdung ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe, die uns ein Leben lang beschäftigt. Sie beinhaltet, dass wir uns als denkende, fühlende und handelnde Wesen im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Heteronomie immer wieder neu konstituieren (Schachtner i. E.). Angesichts von Zäsuren und lebensgeschichtlichen Übergängen intensiviert sich diese Aufgabe.
Jugendliche befinden sich in einer solchen Übergangsphase, in der kontrastierend zum Kindheits-Ich neue Selbstbilder, Handlungsweisen und Lebensperspektiven entwickelt werden sollen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe bedienen sich heutige Jugendliche verstärkt medialer Angebote.
Insbesondere die digitalen Medien rangieren in der Beliebtheitsskala ganz oben. 97 % der Jugendlichen in Deutschland, also nahezu alle, besitzen unabhängig von Alter, Geschlecht, Schulbildung ein Smartphone (JIM-Studie 2017, 26); zu den am häufigsten genutzten Angeboten zählen YouTube, WhatsApp, Instagram und Computerspiele. Die Verbreitung bestimmter digitaler Angebote liefert bereits Hinweise, was für Jugendliche besonders wichtig ist: Kommunikation, statische und bewegte Bilder, Spiele sowie die mobile Verfügbarkeit dieser Angebote. Die Mediennutzung beschreibt kein separates Aktionsfeld des jugendlichen Alltags, sie durchzieht alle Lebensbereiche (Fuhs 319). Digitale Medien sind daher als Instrumente der Subjektbildung stets zur Hand. In diesem Beitrag soll folgenden Fragen nachgegangen werden:
• Wie und warum nutzen Jugendliche die Angebote digitaler Medien?
• Welche Bedeutung haben die medialen Praktiken für die Subjektwerdung?

Digitale Praktiken und Subjektbildung

In den digitalen Praktiken Jugendlicher spiegeln sich deren Versuche wider, sich als Subjekte zu erleben, zu entfalten und zu erneuern. Im Folgenden werden vier zentrale subjektivierungsrelevante Praktiken diskutiert: Verwandeln, Vernetzen, Werben und Verkaufen sowie Spielen.
Im Folgenden werden vier zentrale subjektivierungsrelevante Praktiken vorgestellt, die im Rahmen der Studie »Kommunikative Öffentlichkeiten im Cyberspace« ermittelt wurden:

Verwandeln

Ein knapp 12-Jähriger folgt auf YouTube und Twitter bekannten Fußballspielern, beobachtet deren Spielzüge, sucht darüber hinaus nach deren Twitter-Spuren, verwandelt sich selbst in den bewunderten Star. »Ich glaub’, ich war Miroslav Klose«, beschreibt er seine Identifikation mit dem ehemaligen Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Nach seinem Motiv gefragt, erklärt er, er wolle berühmt werden, in aller Munde sein, viel Geld verdienen. Ein 13-Jähriger berichtet stolz, dass er die neueste digitale Technik besitze und, was für ihn fast noch wichtiger zu sein scheint, neuerdings einen ungehinderten Zugang zum Internet habe. »Jetzt hab’ ich auch keine Kindersicherung mehr«, ist der Schlüsselsatz, der dokumentiert, dass ihm sein Vater vertraut, sich verantwortungsbewusst im Netz zu bewegen. [...]


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